Der Mondzyklus: Die acht Mondphasen im Überblick

Der Mondzyklus: Die acht Mondphasen im Überblick

Nora v. Schenckendorff

Der Mond ist nie zwei Nächte gleich. Er wächst von einer unsichtbaren Scheibe zur vollen Kugel und schrumpft wieder zurück. Dieser Zyklus dauert rund 29,5 Tage und gibt dir einen Takt, den du jeden Abend am Himmel ablesen kannst.

Hier siehst du, wie die acht Phasen aufeinander folgen, was am Himmel passiert und welcher Anlass zu welcher Phase passt.

Kurz zusammengefasst

Ein Mondzyklus hat acht Phasen. Zwischen Neumond und Vollmond nimmt das Licht zu, danach nimmt es ab. Zu jeder Hälfte gehört ein eigener Anlass: aufbauen oder aufräumen.

Dauer etwa 29,5 Tage von Neumond zu Neumond
Phasen acht: vier Hauptphasen und vier Zwischenphasen
Zunehmend vom Neumond bis zum Vollmond, etwa 14 bis 15 Tage: anfangen und aufbauen
Abnehmend vom Vollmond bis zum Neumond, etwa 14 bis 15 Tage: Bilanz ziehen, aufräumen, ausruhen

Die acht Mondphasen

Die Beschreibung des Himmels gilt für die Nordhalbkugel. Dort ist beim zunehmenden Mond die rechte Seite beleuchtet, beim abnehmenden die linke.

Neumond Der Mond steht zwischen Erde und Sonne und ist nicht zu sehen. Eine Absicht setzen, etwas anfangen
Zunehmende Sichel Eine schmale Sichel steht abends im Westen. Den ersten Schritt gehen
Erstes Viertel Der Mond ist zur Hälfte beleuchtet, rechts. Entscheiden, dranbleiben
Zunehmender Mond Mehr als die Hälfte ist beleuchtet. Aufbauen, verfeinern
Vollmond Die ganze Scheibe ist beleuchtet. Der Mond geht bei Sonnenuntergang auf. Sehen, was gewachsen ist, und etwas loslassen
Abnehmender Mond Das Licht nimmt ab, die Scheibe schrumpft von rechts. Bilanz ziehen
Letztes Viertel Der Mond ist wieder zur Hälfte beleuchtet, diesmal links. Aufräumen, Platz schaffen
Abnehmende Sichel Eine schmale Sichel steht morgens im Osten. Ausruhen, den nächsten Anfang vorbereiten

Zunehmend und abnehmend

Für den Alltag reicht die Unterscheidung in zwei Hälften. Vom Neumond bis zum Vollmond wächst das Licht. Das ist die Zeit für alles, was du anfangen, aufbauen oder wachsen lassen willst. Vom Vollmond bis zum Neumond schrumpft es. Das ist die Zeit für Bilanz, Ordnung und Pausen.

Viele legen deshalb zwei feste Anlässe in den Monat: Am Neumond schreiben sie auf, was sie in den nächsten Wochen anfangen. Am Vollmond lesen sie nach, was daraus geworden ist, und legen etwas ab, das sie nicht mehr mitnehmen wollen.

Mit dem Mondzyklus arbeiten

Du musst nicht alle acht Phasen einzeln begehen. Diese vier Schritte reichen für den Anfang.

  • Neumond:Schreibe zwei bis drei Sätze auf, was du in den nächsten vier Wochen angehen willst.
  • Erstes Viertel:Lies deine Sätze noch einmal und streiche, was du nicht mehr willst.
  • Vollmond:Prüfe, was gewachsen ist, und lege einen Zettel mit etwas ab, das du loslässt.
  • Letztes Viertel:Räume einen Ort auf, den du lange vor dir herschiebst: eine Schublade, ein Regal, einen Ordner.

Steine zur Mondphase

Als Orientierung für die Steinauswahl: In der zunehmenden Hälfte nimmst du Steine, die zum Anfangen passen, in der abnehmenden Steine, die zum Ordnen und Ruhen passen.

Zu jedem Neumond und Vollmond im Jahr gibt es bei uns eine eigene Seite mit Leitstein und Ritual. Du findest sie im Mondkalender.

Häufige Fragen zu den Mondphasen

Wie lange dauert ein Mondzyklus?

Von einem Neumond zum nächsten vergehen im Schnitt 29,5 Tage. Die einzelne Phase dauert rund drei bis vier Tage.

Muss ich mit allen acht Phasen arbeiten?

Nein. Beginne mit Neumond und Vollmond. Wenn dir der Rhythmus liegt, nimmst du das erste und das letzte Viertel dazu.

Was ist der Unterschied zwischen Neumond und Vollmond?

Am Neumond ist der Mond nicht zu sehen. Er passt zum Anfangen und zum Setzen von Absichten. Am Vollmond ist er ganz beleuchtet. Er passt zum Prüfen und zum Loslassen.

Woran erkenne ich, ob der Mond zu- oder abnimmt?

Auf der Nordhalbkugel ist beim zunehmenden Mond die rechte Seite beleuchtet, beim abnehmenden die linke. Die Sichel am Abend im Westen gehört zum zunehmenden Mond, die Sichel am Morgen im Osten zum abnehmenden.

Welche Steine passen zu welcher Phase?

Als Orientierung: Citrin, Karneol und Mondstein für die zunehmende Hälfte, Selenit und Bergkristall für den Vollmond, Rauchquarz und Amethyst für die abnehmende Hälfte. Nimm auch Steine, die du schon hast.

Was hat der Sternzeichen-Bezug mit der Mondphase zu tun?

Die Phase sagt, wie viel vom Mond beleuchtet ist. Das Sternzeichen sagt, vor welchem Tierkreiszeichen er gerade steht. Bei uns hat jeder Neumond und jeder Vollmond beides. Mehr dazu im Artikel Mond im Tierkreis.

Mondkalender: Vollmond in den Fischen

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Der Mondkalender

Zu jedem Neumond und Vollmond findest du Leitstein, Ritual und Termin. Der nächste steht ganz oben.

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