Den Mond in deine Rituale holen: Altar, Themen und Steine
Nora v. SchenckendorffDu hast vermutlich schon Rituale, die zu dir passen: die Kerze am Abend, das Journaling, den Stein in der Hand. Der Mond gibt ihnen einen Rhythmus. Du änderst nicht das Ritual, sondern den Rahmen: den Altar, die Frage und die Steine.
Kurz zusammengefasst
Neumond und Vollmond bekommen je einen eigenen Altar, eine eigene Frage und eine eigene Steinauswahl. Dein bestehendes Ritual bleibt, wie es ist.
| Rhythmus | zwei Anlässe im Monat: Neumond und Vollmond |
|---|---|
| Bausteine | Altar, Frage, Steine und eine Handlung |
| Material | ein Tuch, eine Kerze, ein bis vier Steine, Heft und Stift |
| Zeit | 10 Minuten für den Altar, 20 bis 30 Minuten für das Ritual |
Vier Bausteine für ein Mondritual
Ein Mondritual besteht aus vier Bausteinen, die du zu jedem Neumond und Vollmond neu zusammenstellst.
- Altar:Ein kleiner Platz, den du zu jedem Mondmoment neu bestückst: Tuch, Kerze und ein bis drei Dinge, die zur Phase passen.
- Frage:Neumond und Vollmond haben je eine Leitfrage. Sie bestimmt, über was du nachdenkst oder schreibst.
- Steine:Ein bis vier Steine, die zur Frage passen. Welche, steht weiter unten.
- Handlung:Etwas, das den Anlass sichtbar macht: eine Absicht aufschreiben, eine Kerze anzünden, einen Zettel ablegen.
Den Altar nach der Mondphase gestalten
Ein Mondaltar ist ein Platz, den du zu jedem Anlass umbaust. Das kann ein Tablett auf dem Fensterbrett sein, ein Stück Tisch oder ein Regalbrett. Räume ihn leer, lege ein Tuch auf und stelle die Kerze in die Mitte.
Neumondaltar: der leere Raum
Tuch und Licht: ein dunkles Tuch, eine weiße oder silberne Kerze. Mehr braucht der Neumond nicht, denn er steht für den leeren Raum vor dem Anfang.
Dazu: ein Zettel und ein Stift für deine Absicht, ein Zweig oder ein Samen als Zeichen für das, was wachsen soll.
Steine: Mondstein für deinen Anfang, Bergkristall für deine Klarheit und Citrin für deine Zuversicht.
ReflexionsimpulsWas willst du in den nächsten vier Wochen anfangen?
Vollmondaltar: das volle Licht
Tuch und Licht: ein helles Tuch, eine weiße Kerze, dazu eine Schale mit Wasser, in der sich das Kerzenlicht spiegelt.
Dazu: dein Zettel vom letzten Neumond, ein Blatt für das, was du ablegen willst, und eine Platte oder Schale aus Selenit, auf der deine Steine über Nacht liegen können.
Steine: Selenit zum Aufladen, Amethyst für deine Ruhe und Rauchquarz für das Loslassen.
ReflexionsimpulsWas ist seit dem Neumond gewachsen, und was nimmst du nicht mit in den nächsten Monat?
Wähle für beide Altare Dinge, die du gerade draußen siehst oder im Haus hast. Wenn du räucherst, gehört eine feuerfeste Schale dazu. Räuchere in einem gut belüfteten Raum und lasse Glut nie unbeaufsichtigt. Dein Ritual gelingt auch ohne Rauch.
Das Thema des Mondmoments
Die Frage richtest du nach der Phase aus, in der du gerade bist. Im Mondkalender hat jeder Neumond und Vollmond zusätzlich ein Sternzeichen, das der Frage ein Thema gibt. Der Neumond im Widder fragt nach dem mutigen ersten Schritt, der Neumond im Stier nach Genuss und Beständigkeit. Mehr zum Hintergrund steht im Artikel Mond im Tierkreis.
Wenn du dich zwischen den Anlässen orientieren willst, hilft dir der Mondzyklus: In der zunehmenden Hälfte stellst du Fragen zum Anfangen, in der abnehmenden Fragen zum Ordnen. Eine Übersicht aller acht Phasen findest du im Artikel Der Mondzyklus.
Deine Steine nach dem Mond auswählen
Du musst nicht für jeden Mondmoment neue Steine kaufen. Ein kleiner Grundstock reicht: Bergkristall, Mondstein, Rauchquarz und Selenit. Ergänze pro Anlass einen weiteren Stein, der zu deiner Frage passt. Den Leitstein jedes Mondmoments findest du auf seiner Seite im Mondkalender.
Lege die Steine am Anlass auf den Altar und nimm den, der dir am nächsten liegt, in die Hand, während du schreibst. Nach dem Ritual reinigst du sie, zum Beispiel mit Rauch oder über Nacht auf Selenit, und legst sie bis zum nächsten Anlass beiseite.
So passt du dein bestehendes Ritual an
Du kannst jedes Ritual, das du schon machst, mit dem Mond verbinden. Drei Beispiele:
- Dein Abendritual: Schaue am Neumond und am Vollmond kurz aus dem Fenster und notiere, wie der Mond steht.
- Dein Journaling: Schreibe die Frage des Mondmoments in der Woche davor jeden Morgen als Überschrift über die Seite.
- Deine Jahreskreisfeste: Nutze den Neumond oder Vollmond, der dem nächsten Fest am nächsten liegt, für das Ritual. Die Feste findest du im Jahreskreis.
Das Mondheft
Schreibe zu jedem Neumond und Vollmond eine Seite in dasselbe Heft: Datum, Phase, Sternzeichen, Frage, deine Antwort und ein Satz, den du unterstreichst. Nach einem Jahr hast du 24 Seiten, die sich aufeinander beziehen. Am nächsten Neumond im Widder liest du, was du im Jahr davor geschrieben hast, und siehst, was sich erledigt hat und was geblieben ist.
Wenn du lieber mit fertigen Karten und festen Steinen arbeitest, begleitet dich Moon Amour durch alle 24 Mondmomente.
Häufige Fragen zu Mondritualen
Muss ich jeden Neumond und Vollmond feiern?
Nein. Beginne mit dem nächsten Anlass und sieh, ob dir der Rhythmus liegt. Auch ein Mondmoment im Monat ist ein Anfang.
Brauche ich einen festen Altar?
Nein. Ein Tablett, ein Fensterbrett oder ein Stück Tisch genügt. Wichtig ist, dass du den Platz zu jedem Anlass neu gestaltest.
Wie viel Zeit brauche ich?
Für den Altar rechnest du etwa 10 Minuten, für das Ritual 20 bis 30 Minuten. Die Dauer des jeweiligen Rituals steht auf der Seite des Mondmoments.
Muss ich um den genauen Zeitpunkt feiern?
Nein. Der Neumond und der Vollmond gelten für den ganzen Abend und den Tag davor und danach. Wenn der Termin mitten in der Nacht liegt, nimmst du den Abend davor.
Was mache ich, wenn der Himmel bedeckt ist?
Dein Ritual gelingt auch ohne Blick auf den Mond. Stelle die Kerze ans Fenster und sieh nach, wie die Phase heute aussieht, zum Beispiel im Mondkalender.
Kann ich Mond und Jahreskreis verbinden?
Ja. Nutze den Neumond oder Vollmond, der dem Fest am nächsten liegt, für das Ritual, und richte Altar und Frage nach dem Fest aus.