Dein Ernteglas zu Lughnasadh

Dein Ernteglas zu Lughnasadh

Nora v. Schenckendorff

Zum Übergang vom Juli zum August feiern wir Lughnasadh, das erste der drei Erntefeste im keltischen Jahreskalender. Lughnasadh wird auch Lammas oder das Schnitterfest genannt, nach der ersten Getreideernte, die zu dieser Zeit eingefahren wird. Es wird in der Erntezeit gefolgt von Mabon, das den Höhepunkt der Ernte markiert, und Samhain zu deren Ende.

Dieses Lughnasadh-Ritual lädt dich ein, in Dankbarkeit auf das zu blicken, was bereits ist, und dir bewusst zu machen, wie reich und voller Fülle dein Leben schon jetzt ist. Wenn du mehr über die Bedeutung, Geschichte und die passenden Heilsteine zu Lughnasadh erfahren möchtest, findest du die ausführliche Einordnung in unserem Artikel Lughnasadh: Bedeutung, Heilsteine und Rituale.

Kurz zusammengefasst

Dein Ernteglas ist ein Lughnasadh-Ritual, bei dem du Erntegaben, Dankbarkeitsnotizen und Heilsteine wie Citrin oder Pyrit in einem Glas sammelst – als lebendige Erinnerung an die Fülle, die bereits in deinem Leben gewachsen ist.

Anlass Lughnasadh oder ein persönlicher Rückblicksmoment
Dauer etwa 30 bis 40 Minuten
Ort ein ruhiger Platz, an dem du ungestört bleibst
Heilsteine Citrin, Pyrit, Karneol oder Tigerauge
Ausrichtung Dankbarkeit erkennen und die bereits gewachsene Fülle würdigen

Was du für dein Lughnasadh-Ritual brauchst

  • ein verschließbares Glas
  • erste Erntegaben, wie etwa Getreideähren, Lavendelblüten oder getrocknete Blumen
  • einige Blätter Papier und einen Stift
  • ein bis zwei Heilsteine, die für Fülle und Wohlstand stehen, etwa Citrin, Pyrit, Karneol oder Tigerauge
  • optional etwas Salz oder eine Kerze zum Wachs-Beträufeln
Heilsteine für Fülle und Wohlstand

Heilsteine für dein Ernteglas

Citrin, Pyrit, Karneol und Tigerauge für dein Lughnasadh-Ritual findest du gebündelt in unserer Collection für Fülle und Wohlstand.

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Dein Ritual

1. Bereite deinen heiligen Raum vor

Beginne dein Ritual damit, dass du deinen Platz auswählst und ihn nach deinen spirituellen Vorlieben und Bedürfnissen gestaltest. Du solltest während der Dauer des Rituals möglichst ungestört bleiben, um dich ganz auf dich und deine Praxis konzentrieren zu können. Du kannst gerne leise Musik anmachen, deinen Raum vorab mit Räucherwerk und ätherischen Ölen reinigen oder ihn passend zum Erntethema schmücken. Lege alle Materialien vor dir hin und beginne dein Ritual.

2. Erforsche dein Inneres

Citrin

Nimm zu Beginn deine Heilsteine in die Hand, etwa den Citrin. Je nachdem, wie viele du ausgewählt hast, vielleicht nur einen oder zwei besonders kraftvolle, zu denen du eine gute Energie aufbauen kannst. Schließe die Augen und finde zu einer ruhigen Atmung.

Lasse vor deinem inneren Auge nach und nach die Dinge vorüberziehen, für die du in diesem Jahr Dankbarkeit empfindest. Große Errungenschaften genauso wie ganz kleine Schritte, die dich auf deinem persönlichen Weg weitergeführt haben. Bewerte nicht, sondern betrachte nur, wie du einen Film oder Fotos betrachten würdest.

3. Notiere deine Erfolge

Nimm nun Stift und Papier zur Hand und beginne damit, all das niederzuschreiben, für das du dankbar bist. Du hast es geschafft, eine Freundin nach langer Zeit wiederzusehen? Eine bestimmte Blume hat dieses Jahr in deinem Garten das erste Mal geblüht? Du hast endlich damit begonnen, deinem Hobby mehr Zeit einzuräumen? Wichtig ist nicht, wie groß die Dinge sind, für die du dankbar bist, wichtig ist, dass sie für dich bedeutsam sind. Dass sie dich glücklicher gemacht haben.

Auch wenn dies nicht im Fokus des Rituals steht, wirst du vielleicht sogar aussortieren können: Du stellst fest, dass du an Dingen, die einen ganz offensichtlichen Erfolg darstellen, wie eine Gehaltserhöhung oder die perfekte Organisation einer Familienfeier, gar nicht so viel Freude empfindest. Lasse auch diese Erkenntnis zu und berücksichtige sie auf deinem weiteren Weg.

4. Fülle dein Glas

Pyrit

Falte das Papier oder die Zettel, auf denen du deine Punkte notiert hast, zusammen und gib sie in das Glas. Sprich sie dabei noch einmal laut aus und bedanke dich für sie.

Nun ergänzt du deine weiteren Erntesymbole und benennst auch diese: Danke für das Getreide, das reift und mich nährt. Danke für die Blüten, die mein Auge erfreuen. Danke für die Kräuter, die die Luft mit ihrem Duft erfüllen...

Zu guter Letzt gibst du deine Heilsteine, etwa den Pyrit, in das Glas und bittest um ihren Beistand dabei, dein Leben weiterhin in Fülle leben zu dürfen. Falls du magst, kannst du noch etwas Salz in dein Glas geben – es soll die Beständigkeit deiner Wünsche unterstützen. Wenn du stattdessen etwas Kerzenwachs hineinträufeln möchtest, erhitze das Wachs nur so weit wie nötig und gieße es vorsichtig, um Verbrennungen zu vermeiden.

Nach dem Ritual

Du kannst dein Ernteglas als liebevolle Erinnerung nutzen, an all das, was du bereits erreicht hast. In Momenten, an denen du zweifelst, an denen dir alles klein erscheint, nimm es zur Hand und besinne dich auf die Fülle, die in deinem Leben herrscht. Erinnere dich daran, dass es nicht die großen Schritte, die großen Erfolge sind, die dich glücklich machen, sondern die kleinen Dinge, die dein Herz zum Hüpfen bringen.

Unser Tipp: Du kannst dein Ernteglas auch über das Jahr wachsen lassen. Wähle dafür ein größeres Glas und nutze es etwa zu jedem Vollmond, um deine Dankbarkeit auszudrücken und festzuhalten. Ergänze jeden Monat neue Punkte, die dich weitergebracht haben, und schaue so am Ende des Jahres auf deine gesammelten Momente zurück.

Häufige Fragen zum Lughnasadh-Ritual

Muss ich das Ritual genau am 1. August durchführen?

Nein. Du kannst das Ritual am eigentlichen Lughnasadh-Termin oder in den Tagen davor und danach durchführen. Entscheidend ist, dass du dir ausreichend Zeit und einen ungestörten Ort nimmst.

Welche Erntegaben eignen sich für das Glas?

Alles, was für dich mit Fülle und Wachstum verbunden ist – Getreideähren, getrocknete Blüten, Kräuter oder kleine Naturfundstücke eignen sich gleichermaßen.

Ist es sicher, Kerzenwachs in das Glas zu träufeln?

Ja, wenn du vorsichtig vorgehst: Erhitze das Wachs nur so weit wie nötig, gieße es langsam und achte darauf, dass Glas und Umgebung hitzebeständig sind. Diese Zutat ist optional – du kannst sie jederzeit weglassen.

Kann ich das Ritual auch mit nur einem Heilstein machen?

Ja. Wähle den Stein, zu dem du gerade die stärkste Verbindung spürst, etwa Citrin für Fülle oder Tigerauge für Klarheit. Die vier Schritte und deine Dankbarkeit bilden den Kern des Rituals.

Was ist das Ziel des Lughnasadh-Rituals?

Das Ritual hilft dir, bewusst auf das zurückzublicken, was in diesem Jahr bereits gewachsen ist, Dankbarkeit zu kultivieren und dir ein greifbares Erinnerungsstück an deine eigene Fülle zu schaffen.

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