ROOTS Vollmond-Ritual

ROOTS Vollmond-Ritual

Ist der Neumond die Zeit des Neubeginns, der Saat und des Anfangs, so ist der Vollmond die Zeit der Ernte und des Loslassens. Du darfst dir nun anschauen, was im letzten Mondzyklus gewachsen ist, was bleiben darf und was weiterziehen soll.

In Zeiten, die starke Umbrüche und Neuanfänge herausfordern, kannst du deinen Fokus vor allem auf deine Wurzeln legen. Schau dir an, was - oder wer - dir Halt gibt, wo du deine Kraft und Erdung beziehst und wo du von überholten Glaubenssätzen festgehalten wirst.

1 BEREITE DICH VOR

Zu Beginn deines Vollmond-Rituals solltest du wie immer deinen heiligen Ort gestalten. Vollmond-Rituale führst du idealerweise unter freiem Himmel durch, aber auch ein Platz am Fenster oder auf dem Balkon ist gut geeignet.

Besorge dir vorab Lorbeerblätter, eine feuerfeste Schale und lege sie zusammen mit einem Stift bereit. Wähle die Kristalle aus, die dich durch das Ritual begleiten dürfen. Perfekt geeignet sind in diesem Fall Steine, die dein Wurzelchakra stärken, wie etwa schwarzer Turmalin oder roter Jaspis. 

Schaffe eine Atmosphäre, in der du dich ganz auf dein Ritual einlassen kannst. Nach Möglichkeit solltest du im Licht des Mondes und in der Stille sitzen. Kerzen und Musik sind für dieses Ritual eher ungeeignet, obwohl nichts dagegen spricht, eine Ritualkerze brennen zu lassen. Du solltest für die Zeit deines Rituals möglichst ungestört sein und dich ganz auf dich und deine Empfindungen konzentrieren können.

2 LASSE DEINE WURZELN WACHSEN

Beginne mit einer Meditation, in der du dich auf deine Wurzeln besinnst. Ordne deine Kristalle um dich herum an oder nimm sie in die Hände. Setze dich bequem hin und schließe die Augen.

Lass nun vor deinem inneren Auge deine Wurzeln in den Boden wachsen. Spüre, wie du fest verankert in der Erde bist, wie der pulsierende Saft des Lebens aus der Erde in dir hochsteigt und sich an deinem Scheitelpunkt als reines Licht manifestiert.

3 SPÜRE NACH

Spüre nun deinen Wurzeln nach. Sieh genau hin, was dir Halt gibt. Sind es Personen? Sind es Ereignisse in deiner Vergangenheit? Was davon gibt dir Kraft, was hält dich eher zurück und hindert dich daran, weiterzugehen? Wo ist dein Energiefluss gestört, wo ist die Kraft am stärksten?

4 VERABSCHIEDE DICH

Schreibe die Dinge, die du loslassen möchtest, auf die Lorbeerblätter. Sprich sie dabei am Besten laut aus: "... darf mich jetzt verlassen.", "Ich werde mich nicht mehr durch ... am Wachsen hindern lassen.", "Ich lasse ... los und entwickle mich weiter.".

Verabschiede dich bewusst von diesen Gedanken, Menschen oder Eigenschaften und bedanke dich bei ihnen für die Zeit, die sie dich begleitet haben. Auch, wenn sie dir jetzt als hinderlich erscheinen, haben sie ihre Berechtigung und ihre Bedeutung in deinem Leben gehabt.

5 LASSE LOS

Nimm nun die beschriebenen Lorbeerblätter und verbrenne sie vorsichtig in deiner Schale (achte darauf, dass keine Funken fliegen und sie sicher auf einer feuerfesten Unterlage steht). Höre dem leisen Knistern des Lorbeers zu und spüre, wie das Geschriebene sich auch aus deinem Körper verabschiedet.

Du darfst dich nun leicht und unbeschwert fühlen, voller Dankbarkeit für das, was war und voller Hoffnung auf das, was kommen mag.

Du musst das Ritual nicht genau in der Vollmond-Nacht durchführen. Auch, wenn die Kraft des Mondes dann am Stärksten wirkt, sind auch die kommenden Nächte noch gut geeignet, um Dinge loszulassen. Wichtig ist es, dass du zum nächsten Neumond bereit bist, Neues zu empfangen und deine Intentionen zu setzen.

Du kannst zum Abschluss deine Kristalle in ein Crystal Grid legen und sie noch eine Woche weiter im Raum wirken lassen - als Erinnerung an die Dinge, die du losgelassen hast. Spätestens zum Neumond solltest du dann aber neue Impulse setzen.

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