Du planst dein Jahr in Quartalen, Urlaubstagen und Fristen. Zwischendurch fragst du dich, wo der Sommer geblieben ist. Der Jahreskreis liefert dafür eine zweite Zeitrechnung: Er teilt das Jahr nach Licht und Jahreszeit und setzt alle sechs bis sieben Wochen einen Punkt.
Warum ein Rad aus dem Ackerbau heute noch funktioniert
Der Rhythmus des Jahreskreises kommt aus dem Ackerbau, wo Aussaat, Ernte und Vorratshaltung das Jahr bestimmt haben. Du brauchst diese Arbeit nicht mehr, aber die Abfolge ist geblieben: etwas anfangen, wachsen lassen, ernten, sortieren, loslassen, ruhen.
Was du davon hast
Erstens bekommst du feste Anlässe zum Innehalten, ohne selbst einen finden zu müssen. Ein Datum, das schon feststeht, setzt sich leichter durch als ein guter Vorsatz.
Zweitens bekommt dein Jahr eine Richtung. Ostara steht für den Anfang, Lughnasadh und Mabon für das Ernten, Samhain für das Loslassen. Wenn du Mitte August überlegst, was bis jetzt gewachsen ist, schaust du auf dein Jahr, bevor es zu Ende ist.
Drittens holt dich der Jahreskreis nach draußen. Zu jedem Fest gehört etwas, das du gerade sehen kannst: Knospen im Februar, Hitze im Juni, früh einsetzende Dämmerung im Oktober.
Du musst nichts glauben
Der Jahreskreis verlangt keine Religion. Du kannst ihn als Kalender für Pausen nutzen, als Erinnerung an die Jahreszeiten oder als Rahmen für Rituale mit Kerze und Stein. Welche Rolle er in deinem Jahr spielt, legst du fest.
Ein Fest reicht zum Ausprobieren. Das nächste steht in unserer Übersicht ganz oben. Wie du ein Fest in deine Rituale holst, steht in Den Jahreskreis in deine Rituale holen. Einen Gesamtüberblick gibt Der Jahreskreis: Die acht Feste im Überblick.










