Was ist eine Mala?

Eine Mala ist eine Meditationskette aus dem Buddhismus oder Hinduismus. Sie besteht gemeinhin aus 108 einzelnen Perlen sowie einer zusätzlichen größeren Perle, der „Guru-Perle“, „Sumeru-Perle“ oder „Bindu-Perle“. In ihr läuft das meist mit Quasten geschmückte Perlenband zusammen.

Die 108 gilt in Hinduismus, Buddhismus und anderen asiatischen Religionen als heilige Zahl. Eine Mala wird entweder um den Hals getragen oder um das Handgelenk gewickelt.

Anhand der Mala zählst du die Wiederholungen beim Rezitieren eines Mantras; eine Perle steht dabei für eine Wiederholung. Während des Rezitierens schiebst du jede einzelne Perle üblicherweise mit dem Daumen über den Mittelfinger im Uhrzeigersinn nach rechts. Es gibt darüberhinaus weitere Traditionen, die andere Handtechniken vorsehen.

Malas – eine Typologie

Man unterscheidet vier verschiedene Typen von Mala-Ketten. Allen gemeinsam sind die 108 Grundperlen. Je nach Typ der Mala werden diese durch Schmuckelemente oder in Form, Farbe oder Material abweichende Perlen, den sogenannten Markern oder Marker-Perlen, unterbrochen.

 

Buddhistische Mala

Die buddhistische Mala besteht aus 108 fortlaufenden Perlen und wird nicht von Markern unterbrochen.

 

Tibetische Mala

Die tibetische Mala besteht ebenfalls aus 108 Perlen, die aber durch drei Marker unterteilt werden. Die Marker-Perlen werden hier im Abstand von jeweils 27 Perlen gesetzt.

 

Zen Mala

Bei der Zen Mala werden die 108 Perlen mit vier Markern unterteilt, die jeweils nach 7, 14 und 33 Perlen auf jeder Seite gesetzt werden.

 

Mantra Mala

Die 108 Perlen der Mantra-Mala werden durch drei Marker unterteilt, die nach je 21 Perlen auf jeder Seite und mittig (nach 33 Perlen) gesetzt werden.